Stimmen im Kopf

« Alles steht Kopf » ist die anrührende Geschichte von der kleinen Riley, deren Leben von den Wesen Wut, Trauer, Angst und Ekel gesteuert wird. Von allen zusammen? Nein, denn die fünf sind sich einig, dass die Freude immer die Oberhand haben muss, schließlich soll Riley glücklich sein. Doch funktioniert Freude ohne Trauer und Trauer ohne Freude? Rileys Geschichte regt zum Nachdenken an ...

Jeder von uns kennt die fünf Wesen. Sie verkörpern die unterschiedlichen Gefühle und Gedanken, die jeden Tag in uns aufpoppen. Wenn diese uns immer zu unserem Besten steuern würden, wäre es fantastisch. Tatsächlich zerreden wir uns die eigenen Ideen ziemlich oft. Wir wollen uns verändern, etwas Neues ausprobieren und Mut beweisen, doch es gibt immer ein ABER.

« Die Idee ist interessant, aber sie birgt auch Risiken. Geh lieber auf Nummer sicher ... »
« Gut gemacht, aber du kannst es noch besser ... »
« Lass es lieber, denn das schaffst du sowieso nicht ... »
« Natürlich kannst du den Job wechseln, aber was ist, wenn er dir nicht gefällt und du nicht zurück kannst? »

Wenn Meinungen und Ratschläge zu Wahrheiten werden

Die fünf bunten Wesen stehen für die Gedanken, die uns blockieren. Für die Echos, die in uns hallen, wenn wir uns verändern wollen. Die inneren Stimmen, die wir hören, geben häufig wider, was enge Bezugspersonen wie unseren Eltern einst zu uns gesagt haben. In der Vergangenheit hatten diese Ratschläge und Kommentare zum Teil ihre Berechtigung. Sie sollten uns beschützen oder uns anspornen. « Das kannst du doch besser » sollte ein Antrieb für mehr Leistung sein, den wir als Kind gebraucht haben, um mehr zu lernen. Heute aber hören wir nur noch: « Du bist nicht gut genug. » und fangen gar nicht erst mit dem Blog an, den wir so gerne ins Leben rufen möchten. Sobald eine Kritik auftaucht, denken wir: « Es musste so kommen, da ich ja nicht gut genug bin ». Sätze wie diese haben uns so stark geprägt, dass wir sie als Wahrheiten empfinden und nicht mehr hinterfragen. Je früher wir uns solche Sätze eingeprägt haben, desto tiefer verankert sind sie in unserem Unterbewusstsein. Viele Menschen wechseln nie in ihrem Leben den Job, obwohl sie damit nicht glücklich sind, weil sie denken, sie könnten ohnehin nicht mehr erreichen, es stünde ihnen nicht zu oder sie würden bei der neuen Stelle nicht gut genug performen.

Glaubenssätze hinterfragen

Wenn wir uns dieser Blockaden bewusst werden, können wir darauf Einfluss nehmen und endlich das tun, was wir möchten. Eine gute Übung dazu ist, wenn wir etwas tun wollen, aber ein ABER in uns auftaucht, diesen Satz aufzuschreiben. Auf diese Weise kann man ihn sich später noch einmal anschauen, überlegen, ob er überhaupt noch eine Berechtigung hat und ihn dann aufbewahren oder zerreißen. Ohne das ständige ABER im Leben wird alles viel leichter.

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Filmtrailer

Alles steht Kopf

All photos made by (c) Sprotten Stories. Teaserbild aufgenommen in Kärnten, Blumen aus Marokko, Meerbilder vom Lake Tahoe/USA.