Das beste Plätzchenrezept

Wenn Omas eines können, dann ist es backen. Meine Oma konnte all ihre Rezepte auswendig und ich bedaure, dass sie nicht mehr aufgeschrieben hat, um ihre Kochkünste weiterzugeben. Umso mehr freue ich mich jedes Jahr zur Weihnachtszeit, das ein besonderes Rezept erhalten geblieben ist: Das Pfefferkuchenrezept, nach dem schon ihre Großmutter gebacken hat. Denn es gibt 1001 Rezept für Lebkuchen, aber das beste ist noch das, bei dem die Erinnerung im Backofen mit aufgeht!

Wenn der Lebkuchengeruch sich in der ganzen Küche verbreitet hat, fällt es schwer, nicht ständig von Teig und Guss zu naschen. Damit wir bis Weihnachten noch welche haben, backen wir heute gleich eine große Ladung für fünf bis sechs Keksdosen!

Zutaten (für eine große Teigmasse. Für 2-3 Personen reicht ein Drittel)

  • 500 g Honig
  • 350 g Zucker (wer es besonders süß mag nimmt 500 g)
  • 150 g Margarine
  • 3 Eigelb
  • 125 g gehackte Mandeln und/oder Haselnüsse
  • 250 g Korinthen
  • 100 g Zitronat, 25 g Orangeat, jeweils fein gehackt
  • 2 EL Zimt
  • 2 EL Kakao oder mehr (Teig sollte schön dunkel sein)
  • 2 EL Rum
  • 2 Tütchen Lebkuchengewürz
  • 20 g Pottasche
  • 10 g Hirschhornsalz
  • 1000 g Mehl

Streusel und Kuvertüre nach Wahl.

Zubereitung

  1. Korinthen eine Viertelstunde in Wasser mit 2 EL Rum einweichen.
  2. Honig, Margarine und Zucker in einen Topf geben und langsam erwärmen (nicht kochen!), bis sich der Zucker gelöst hat. Handwarm abkühlen lassen (sonst gerinnt das Eigelb).
  3. Pottasche in etwas warmen Wasser lösen, das Hirschhornsalz in ein wenig warmer Milch.
  4. Alle Zutaten miteinander verkneten. Der Teig muss so lange geknetet werden, bis nicht mehr allzu klebrig ist. Wenn er klebt, bis zu 500 g mehr Mehl dazu geben. Für eine bessere Verarbeitung den Teig über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag sollte er dunkler geworden sein und glänzen.
  5. Den Teig ausrollen und mit Förmchen ausstechen.
  6. Den Backofen bei Umluft auf 175 °C stellen und jedes Keksblech ca. 7-8 Min backen. Bei Ober- und Unterhitze die Plätzchen ca. 11 Min. bei 150° backen. Das erste Backblech abkühlen lassen und probieren - wie lang die tatsächliche Backzeit ist, hängt nicht nur vom jeweiligen Backofen ab, sondern ist auch Geschmackssache, denn manche mögen die Kekse lieber weicher, andere härter. Die letzten Bleche benötigen meist eine kürzer Backzeit.
  7. Die gebackenen Plätzchen schmecken ohne Glasur schon lecker, aber wo wäre da der Backspaß? Daher: Eine beliebige Menge der Plätzchen mit Glasur bestreichen und mit Streuseln versehen. Dazu Puderzucker anrühren oder Backschokolade in einem Wasserbad flüssig schmelzen und anschließend mit Krokant, Kokosflocken, Pistazien, Schokosplittern oder gehackten Mandeln bestreuen.

Tipp:

Pottasche und Hirschhornsalz haben den Zweck, die Lebkuchen in die Breite zu treiben, statt sie in die Höhe aufgehen zu lassen, wie es bei Kuchen gewünscht wird.

Pottasche treibt bereits im ruhenden, nicht erwärmten Teig. Zu finden ist sie, wie Hirschhornsalz, in der Weihnachtsabteilung der Supermärkte. Wenn man keine erhält und den Teig sofort verarbeitet, lässt sie sich zur Not durch Backpulver oder durch Kaliumkarbonat aus der Apotheke ersetzen.

Hirschhornsalz lockert nicht nur kompakte Teige. Durch seinen Säuregehalt verlängert es zudem die Haltbarkeit der Backware. Aufgrund seiner stark treibenden Eigenschaft sollte man sich an die Mengenangaben im Rezept halten und es danach getrennt von anderen Backmitteln aufbewahren, weil der enthaltene Ammoniak sich negativ auf diese auswirken kann und das Hirschornsalz zudem schnell fremde Gerüche annimmt. Und niemand kann wollen, dass die Plätzchen auch nur ein kleines Bisschen anders schmecken :)